Schutzgashärten, -Anlassen, -Vergüten

Das Schutzgashärten und -anlassen wird angewandt, um Bauteilen eine ausreichende Härte und Festigkeit gegenüber mechanischen Beanspruchungen zu verleihen.

Unter Schutzgashärten versteht man eine Wärmebehandlung bestehend aus Erwärmen unter Schutzgas (Austenitisieren), einer ausreichenden Durchwärmung und Haltezeit mit anschließendem raschen Abkühlen (Abschrecken) in einem geeigneten Abschreckmittel. Durch die rasche Abkühlung findet eine Gefügeumwandlung in Martensit statt.

Das Abschrecken findet üblicherweise in Öl statt. Bei besonders verzugsempfindlichen Bauteilen können wir in unserem Warmsalzbad abschrecken.

Das Anlassen schließt sich untmittelbar dem Härten an. Erst die Kombination aus Härten und Anlassen (= Vergüten) erzeugt das Vergütungsgefüge mit optimalen mechanischen Eigenschaften für den jeweiligen Einzelfall.

Im gehärteten Zustand weist das Bauteil je nach Werkstoff eine sehr hohe Härte auf, ist aber gleichzeitig sehr spröde und kann im gehärteten Zustand nicht eingesetzt werden. 

Das Anlassen verfolgt den Zweck, die Härte so weit zu verringern, bis die geforderte Härte oder Zähigkeit erreicht ist. Welcher Kompromiss zwischen Härte und Zähigkeit eingestellt werden muss, entscheidet der Konstrukteur, denn nur er kennt den Verwendungszweck und die Belastung des Bauteils. Legt man ein Kriterium fest, z. B. die Anlasshärte, ist die Zähigkeit auch festgelegt. Es ist nicht möglich, beide Eigenschaften unabhängig voneinander einzustellen.

Unsere Bearbeitungsmöglichkeiten:

  • Chargengröße (LxBxH in mm) 400x400x600

Durch unser sehr gut geschultes Personal beim Chargieren sowie der überschaubaren Chargengröße und milden Abschreckmöglichkeiten sind wir in der Lage, bestmögliche Ergebnisse im Maß- und Formänderungsverhalten zu erzielen.