Einsatzhärten

Das Einsatzhärten zählt zu den thermochemischen Verfahren. Beim Einsatzhärten wird die Randschicht der Bauteile mit Kohlenstoff angereichert um eine härtbare Randschicht zu erhalten. Nach dem Aufkohlen der Randschicht bei 880 - 980°C werden die Bauteile auf die erforderliche Härtetemperatur gebracht. Nach Erreichen der Härtetemperatur findet ein rasches Abkühlen (Abschrecken) in einem geeigneten Abschreckmittel statt. Durch das rasche Abkühlen findet eine Gefügeumwandlung im zuvor aufgekohlten Randbereich in Martensit statt.


Nach dem Abschrecken werden die Bauteile gereinigt und angelassen, um entstandene Spannungen zu minimieren und die gewünschte Härte zu erreichen.

Die Eigenschaften des Einsatzhärtens sind:

  • erhöhter Verschleißwiderstand
  • zäher Kern
  • erhöhte Biegewechselfestigkeit

Bei Bedarf können Teilbereiche isoliert werden.

Das Abschrecken findet üblicherweise in Öl statt. Bei besonders verzugsempfindlichen Bauteilen können wir in unserem Warmsalzbad abschrecken.

Unsere Bearbeitungsmöglichkeiten:

  • Chargengroße (LxBxH in mm) 400x400x600
  • Werkstoffe: Einsatzstähle
  • Beispiele: 16MnCr5, 20MnCr5, 18CrNiMo7

Durch unser sehr gut geschultes Personal beim Chargieren sowie der überschaubaren Chargengröße und milden Abschreckmöglichkeiten sind wir in der Lage, bestmögliche Ergebnisse im Maß- und Formverhalten zu erzielen.